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Laienspiel in der Sekundarstufe II

Im Unterschied zu den übrigen Literaturkursen, die sich über zwei Kurshalbjahre in der Jahrgangsstufe Q2 erstrecken, setzt der Laienspielkurs in aller Regel mit Beginn der Jahrgangsstufe Q1 ein und erstreckt sich über meist vier Kurshalbjahre, von denen jedoch nur die der Q2 in die Abiturwertung einfließen können.

Ähnlich wie in den Literaturkursen der Bereiche Schreiben und Medien stehen auch in den Laienspielkursen die Interessen der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. So wird in aller Regel zu Beginn eines jeweiligen Kurses gemeinsam entschieden, welches Projekt erarbeitet werden soll. Ist diese Entscheidung gefallen, werden die Grundzüge der Inszenierung diskutiert und festgelegt. Im Anschluss werden die einzelnen Aufgabenbereiche besetzt.

Das Laienspiel bietet - anders als dies die Bereiche Schreiben und Medien können - eine Vielzahl unterschiedlicher Betätigungsfelder. So werden natürlich Schauspielerinnen und Schauspieler benötigt, die bei der Probenarbeit in Schauspieltechniken eingeführt werden. Dazu gehören Aspekte wie Gestik, Mimik, Ausdruck, Bewegung etc. Darüber hinaus wird in aller Regel ein Wochenendseminar zur Sprechtechnik angeboten, das für alle Schauspielerinnen und Schauspieler verpflichtend und für die übrigen Kursteilnehmer offen ist.

Daneben jedoch gibt es noch eine ganze Bandbreite an Aufgaben, die hinter der Bühne erledigt werden müssen. Handwerkliche Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie Fantasie und ein grundlegendes Verständnis des Stückes und der Grundzüge der Inszenierung sind beim Bühnenbild gefragt, doch auch beim Kostümbild und beim Schminken. Technisches Interesse ist eine gute Voraussetzung um bei der Beleuchtung und beim Ton mitzuwirken, Organisationstalent, Computerkenntnisse und Kontaktfreudigkeit sind beim Management-Team gefragt. 

Von allen Beteiligten jedoch werden Einsatzwille, Improvisationstalent und vor allem Teamfähigkeit und Verlässlichkeit erwartet. Hier kann nur in der Gruppe erfolgreich gearbeitet werden. Dass das in den vergangenen Jahren zunehmend gelungen ist, zeigen die großen Erfolge, die die Laienspielkurse des Söderblom-Gymnasiums in den letzten Jahren mit ihren Produktionen wie 'Cabaret', der 'Feuerzangenbowle', die im Jahre 2001 mit dem Kreiskulturpreis des Kreises Minden-Lübbecke oder auch 'Lysistrata' hatten, die im Rahmen der Woche der Schulkultur des Landes NRW im Jahre 2002 ausgezeichnet wurde. Daneben waren auch die Inszenierungen von Dylan Thomas' Stück 'Unter dem Milchwald' oder auch Andreas Veiels Drama 'Der Kick' aus dem Jahr 2010 besondere kulturelle Höhepunkte nicht nur der Schulöffentlichkeit. Auch die Anfang 2014 aufgeführte aktualisierte Fassung von Max Frischs 'Andora' hat außerordentlich viel Zuspruch bekommen und erneut das hohe Niveau der Theaterarbeit am Söderblom-Gymnasium unter Beweis gestellt.

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